Junge Menschen wollen selbst die Wahl haben

Über 22.000 Menschen gaben bei U16-Kommunalwahl ihre Stimme ab | SPD auf Platz 1

 

 

Wahlurnen, Stimmzettel und Parteien sind jungen Menschen nicht fremd. Bei der U16-Wahl kurz vor der Kommunalwahl in NRW haben über 22.000 junge Menschen in Nordrhein-Westfalen gezeigt: Sie können und wollen selbst Entscheidungen treffen. So wie Menschen über 16 Jahren wählen sie dabei die Parteien, von denen sie sich am besten vertreten fühlen.

Für alle Wahlberechtigten in NRW steht der Wahltag bei der Kommunalwahl am Sonntag noch bevor, junge Menschen unter 16 Jahren konnten vorab ihre Stimme symbolisch bei der U16-Wahl schon abgeben. Dabei zeigt sich: Junge Menschen haben eine eigene Meinung und können diese in Wahlen auch vertreten.

Bei der U16-Wahl, einer symbolischen Wahl organisiert von Jugendverbänden, Jugendzentren und Schulen, landete die SPD auf Platz 1 mit knapp unter 25 Prozent, die CDU kurz dahinter und die Linke mit knapp 15 Prozent auf Platz 3. Die AfD bekam von den jungen Menschen deutlich mehr Zuspruch als noch bei der U16-Wahl vor fünf Jahren.

U16-Wahl-Ergebnis ein Auftrag für alle Parteien

Annika Jülich, Landesvorsitzende des BDKJ in NRW sieht in den Ergebnissen eine wichtige Aufgabe für alle Politiker*innen: „Junge Menschen wählen die Parteien, von denen sie sich vertreten und angesprochen fühlen. Darum sollte diese U16-Wahl, auch wenn sie eine symbolische ist, für die Politiker*innen ein Weckruf sein: Junge Menschen wollen gehört werden. Denn sie sind die Wähler*innen von morgen, diese jungen Menschen wollen Demokratie mitgestalten – wenn sie denn auch ernst genommen werden.“

Die AfD landete bei der U16-Kommunalwahl auf Platz 4 und hat im Vergleich zur U16-Kommunalwahl vor fünf Jahren auch rund 10 Prozent mehr Stimmen bekommen. “Dass so viele junge Menschen eine mindestens in Teilen rechtsextreme Partei wählen würden, ist schockierend und Auftrag an uns, unsere Stimme zu erheben und an Politiker*innen, die Interessen junger Menschen mehr in den Blick zu nehmen. Gleichzeitig sehen wir, dass 89% der Wähler*innen überzeugte Demokrat*innen sind. Das macht Hoffnung für die Zukunft”, betont Jülich.

Deshalb appelliert der BDKJ NRW auch an alle, am Sonntag (14.09.) von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Dann findet in NRW die Kommunalwahl statt. Die U16-Wahl ist immer rund zwei Wochen vor der Wahl der Erwachsenen und wird vom Landesjugendring NRW koordiniert. Weitere Infos gibt es beim Landesjugendring unter https://www.ljr-nrw.de/pressematerialien-fuer-die-u16-kommunalwahlen-2025/