Mit Landtagsabgeordneten am Lagerfeuer

Katholische Jugendverbände fordern Politik aus Sicht von Kindern und Jugendlichen und weniger bürokratische Hürden im Ehrenamt

 

Landtagsabgeordnete Sigrid Beer nutzt „Miteinander am Lagerfeuer",
um mit Jugendverbandler*innen ins Gespräch zu kommen (Foto: BDKJ NRW/ Nadine Eckmann)

 

Düsseldorf. Zur Veranstaltung „Miteinander am Lagerfeuer“ begrüßte der BDKJ NRW, Bund der Deutschen Katholischen Jugend in Nordrhein-Westfalen, am Donnerstagabend, 19. September, über 50 Landtagsabgeordnete. Auf der Wiese vor dem Düsseldorfer Landtag führten die Politiker*innen in ungezwungener Lagerfeuer-Atmosphäre angeregte Gespräche mit Ehrenamtlichen aus den Katholischen Jugendverbänden. 

Dass der BDKJ NRW den Politiker*innen die Interessen der Kinder und Jugendlichen ausgerechnet am Lagerfeuer vor dem Landtag näherbrachte, erklärt sich einfach: „Zusammen am Lagerfeuer Zeit zu verbringen, ist eine langjährige Tradition in den Katholischen Jugendverbänden. Diese Gemeinschaft möchten wir auch zu den Abgeordneten in den Landtag tragen. Wir sind hier, um mit den Politiker*innen gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen und über die Zukunft von jungen Menschen in NRW zu sprechen“, erklärt Max Pilger, Vorsitzender des BDKJ NRW.

Die Strategie U28

Mit der Kampagne „U28 – Die Zukunft lacht“ will der BDKJ NRW den Abgeordneten des Landtages als Gestalter*innen der Zukunft ein Handlungsprinzip ans Herz legen, das dem Wohl der Kinder und Jugendlichen in Deutschland den absoluten Vorrang einräumt. Er fordert Politiker*innen auf, bei allen Entscheidungen durch die „U28-Brille“ zu sehen und zu prüfen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen auf Jugendliche und Kinder haben – heute und in Zukunft. Ziel ist es, dass heute und zukünftig in Nordrhein-Westfalen lebende Kinder und Jugendliche über gleiche, gute Lebenschancen verfügen. „Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass sich heute Abend so viele Landtagsabgeordnete Zeit für die Belange von Kindern und Jugendlichen genommen haben“, so Pilger.

Weniger Bürokratie im Ehrenamt

Im Rahmen der U28-Strategie blickte der BDKJ NRW gemeinsam mit den Abgeordneten auf die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement im Jugendverband. 

Aktuell müssen Ehrenamtliche große bürokratische Hürden überwinden, um ihr Engagement ausüben zu können. Dabei fordert der BDKJ NRW vor allem, dass kommunale Abrechnungsverfahren vereinheitlicht werden und die Jugendleiter-Card, der bundesweit einheitliche Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in der Jugendarbeit, mit der Ehrenamtskarte des Landes NRW gekoppelt wird.

Aufgabe der Wetteinlösung für die 72-Stunden-Aktion steht fest

Um die rund 25.000 Teilnehmer*innen der 72-Stunden-Aktion in Nordrhein-Westfalen zu unterstützen, hatte der BDKJ-Landesverband mit den Landtagsfraktionen von CDU, FDP, SPD und Grünen gewettet, dass es den Fraktionen nicht gelingen würde, dass 72 Prozent ihrer Abgeordneten die Aktionsgruppen besuchen. Der Wetteinsatz der Fraktionen: 72 Minuten (Mit-)Arbeit bei einem sozialen Projekt. 99 Abgeordnete nahmen die Herausforderung an und haben eine 72-Stunden-Aktion in NRW mit ihrem Besuch unterstützt – das reichte leider nicht ganz, um die Wette zu gewinnen, zeigte aber große Anerkennung und Wertschätzung für das soziale Engagement der jungen Menschen. Am Lagerfeuer vor dem Landtag erfuhren die Fraktionen dann von ihrer Aufgabe: Am 07.11.2019 werden sie in 72 Minuten ein Abendessen für die Besucherinnen des „KnackPunkt 27“, einer Kontakt- und Beratungsstelle für junge Frauen in unmittelbarer Nähe zum Düsseldorfer Hauptbahnhof, kochen.