Pressemitteilung
Kinder und Jugendliche stärker im Blickfeld
BDKJ begrüßt positive Tendenzen im Koalitionsvertrag der designierten Landesregierung
Düsseldorf (13.7.10). Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend in Nordrhein-Westfalen (BDKJ NRW) wertet den gerade unterzeichneten Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen in NRW als positiven Beginn der Legislaturperiode. Alleine der Aspekt, Jugendpolitik wieder als eigenes Politikfeld zu definieren, stelle einen Gewinn für die junge Generation dar.
„Die sozialpolitische Richtung stimmt“, betonte Oliver Bühl, Vorsitzender des BDKJ NRW. „Auch wenn vieles noch unkonkret ist, sehen wir doch gute Ansätze.“ Besonders sei die Aufstockung des in den letzten Jahren stark gekürzten Kinder- und Jugendförderplanes zu begrüßen, so Bühl weiter. Aus diesen Mitteln werden Ferienfreizeiten, außerschulische Bildungsmaßnahmen und andere Angebote für Kinder und Jugendliche gefördert.
Auch die Einführung von Gemeinschaftsschulen wertet der Dachverband der katholischen Jugendverbände als Schritt in die richtige Richtung, um das starre, ungerechte System der Dreigliedrigkeit aufzubrechen. „Wie die Schule der Zukunft einmal aussehen wird, kann heute niemand genau sagen“, so Bühls Amtskollegin Alexandra Horster, „Aber dass Kinder länger gemeinsam lernen dürfen, ist in jedem Fall ein Fortschritt.“ Die Koalition will bei der weiteren Entwicklung auf verschiedene Partner zugehen. Der BDKJ hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema Schule auseinander gesetzt und ist folglich zum Dialog bereit.
Schließlich wird auf Seiten des BDKJ auch die im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellte Unterstützung der Freiwilligendienste durch die Landesebene positiv bewertet. „Ein wichtiger Schritt angesichts der großen Herausforderungen, die auf die Dienste zukommen.“ betont Horster. Außerdem sollen Menschen mit Behinderung besser in die Gesellschaft integriert werden, wie schon länger von den Vereinten Nationen gefordert. „Auch in diesen Punkten kann die Landesregierung auf die Zustimmung der Jugendverbände bauen. Der Koalitionsvertrag sieht an vielen Stellen Partizipation von Kindern und Jugendlichen sowie den Dialog mit Vereinen und Verbänden vor. Als Sprachrohr von fast 300.000 Kindern und Jugendlichen bieten wir uns als kompetente Gesprächspartner an“, sagt Horster in Richtung der neuen Landesregierung.
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