Pressemitteilung

Junge Flüchtlinge an Ferienfreizeiten beteiligen!

BDKJ unterstützt Anliegen der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge

Münster/Düsseldorf (10.03.2009). Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen - zu der auch der BDKJ gehört -  ruft Grup­pen, Verbände, Initiativen, Gemeinden und sonstige Anbieter/-innen von Ferienfreizeiten auf, junge Flüchtlinge an ihren geplanten Ferienfreizeiten in den Oster-, Pfingst- und Sommerferien zu beteiligen.

Die Aktionsgemeinschaft stellt fest: „Die Teilnahme junger Flüchtlinge an Ferienfreizei­ten kommt allen Beteiligten zugute: Sie ermöglicht beispielsweise, dass sich Kinder und Jugendliche untereinander besser kennenlernen und gemeinsam wichtige Erfahrungen machen.

Kinder und Jugendliche können frühzeitig lernen, in einer kulturell offenen Gesellschaft zu leben. Darüber hinaus soll ihre Bereitschaft gefördert werden, aufeinander zuzu­gehen. Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen und Herkunftsländern erfahren sich gegenseitig als Bereicherung.

Hierfür setzen sich verstärkt ehrenamtlich Tätige innerhalb der Kinder- und Jugendarbeit ein. Dafür ist ihnen besonders zu danken.“

Schwierigkeiten könnte es – so einige konkrete Erfahrungen der vergangenen Jahre – mit der Teilnahme junger Flüchtlinge an Auslandsfahrten geben. Das NRW-Innenminis­terium hatte vor Jahren ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es keinen Rechtsan­spruch gibt. Ausländerbehörden können aber auf Antrag im Einzelfall darüber befinden, ob die jeweiligen Umstände die Erteilung einer auf die Dauer der Reise befristeten Aufenthaltserlaubnis zulassen. Dadurch wird zum Ende der Auslandsfahrt die Wieder­einreise nach Deutschland möglich.

Die Aktionsgemeinschaft bittet alle Ausländerbehörden in NRW, sich offensiv und im Sinne einer Integration für die Teilnahme junger Flüchtlinge an diesen Auslandsfahrten einzusetzen und alles erdenklich Mögliche zu tun, damit die Anträge positiv „im besten Interesse junger Flüchtlinge“ bearbeitet werden. Es sollte nach Auffassung der Aktions­gemeinschaft eine möglichst unbürokratische und wohlwollende Bearbeitung der Anträge durch die Ausländerbehörden erfolgen. - Im Namen junger Flüchtlinge dankt die Aktionsgemeinschaft allen, die dieses Anliegen unterstützen!

Hier gibt es den Aufruf zum Download [301.1 KByte] im PDF-Format und die "12 Ratschläge für Gruppen" [38.5 KByte] im Doc-Format.

Weitere Informationen gibt es bei der

Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW
c/o Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V.
Salzstraße 8, 48143 Münster
Telefon: (0251) 54027, Telefax: (0251) 518609,
E-Mail: thema-jugend(ät)t-online.de

Redaktion: Wolfgang A. Noethen
V.i.S.d.P.: Barbara Papst

NRW

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